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Zurich-Etzelpass

Finally the day has come that I have finished my work project and there is time for some hiking. Covid gets in the way a bit though as now we have to wear masks in public transport. So I’ve decided to start my hike right at my doorstep and not use public transport (at least so I thought at the time).

To avoid having to walk through the whole town of Zurich I’m using one of the bikes from Publibike to cycle to Wollishofen, the eastern end of Zurich which brings me a bit closer to the final destination of my hike, the eastern end of Switzerland.

My backpack is stuffed with all the gear I need for a multi day hike in summer such as my tent, sleeping pad and sleeping bag. It feels so familiar putting it on my back again although it’s almost two years ago since I’ve last used it on my half thruhike of the Pacific Crest Trail.

Whithin the first few hundred meters I come across a tree with ripe mirabelles. They taste delicious and eating them fresh from the tree already makes me feel connected to nature despite still being within Zurich’s city limits.

The route I’ve planned soon brings me up the hill a bit with pleasant views of the lake on this beautiful sunny day. Looking at the sailing boats stuck on the lake without wind, I’m so happy I can hike here instead of being bored to death like the people on the boats probably are.

Further outside of Zurich, approaching Thalwil I a feeling of a hotspot building on my left foot’s pinky toe and realize I’ve forgot to bring any tape with me. So I check the map and find a supermarket that my route will come close to soon. Unfortunately it turns out that the don’t have any Leukotape which is great to tape spots with developing blisters (if done early enough…). In a pharmacy in Langnau am Albis I finally find some usable tape. The lady in the pharmacy is very friendly and even lets me tape my toes on one of their chairs. Taping of course involves taking my shoes and socks off which might make the lady regret her offer soon…

With my toes taped I can start the climb of Albishorn the hike’s first “mountain”. Soon after Langnau am Albis, I enter the Sihlwald which is a forest that is not cleared of dead wood or taken care of too much, unlike most of the other Swiss forests. It even provides me with the first proper trail of the hike as opposed to the roads that I have been hiking on so far.

On the terrace of the restaurant on top of the Albishorn I treat myself with the hike’s first non alcoholic beer and enjoy the view.

After having crossed the Sihl in Sihlbrugg the route takes me up again and the lovely landscape with its rolling hills, often with a single tree on top, reminds me of where the Hobbits live. I’m mostly walking narrow roads, unpaved and paved which is maybe too monotonous for my feet. It might also be the heat or that my shoes are waterproof or a combination of it all but the pain leaves no doubt that there are some serious blisters now. This really takes a lot of the fun away and it doesn’t help that my mind is focusing on the pain a bit too much.

Right when my mood is really bad I come across three people that are on their way home from a splash in the nearby Hüttnersee. They stop me and ask where I’m going. I say “the mountains” and tell them about my plan which they are quite impressed and excited about. After saying goodbye, walking feels completely different. The short conversation with these kind people has given me a huge energy and confidence boost and I’m almost flying now.

La Caletta-Olbia

Olbia, mein heutiges Ziel, war nur 55km entfernt. Ausserdem fuhr die Fähre von dort nach Genua erst abends um halb neun. Deshalb liess ich mir sowohl mit dem Frühstück, als auch bei der anschließenden Fahrt entlang der reizvollen Ostküste viel Zeit.

Bei wolkenlosem Himmel und leichtem Gegenwind ging es an einem Strand und Campingplatz nach dem anderen vorbei. Zudem lagen am Weg viele recht hübsche Ferienhaussiedlungen. Wohl dank all dieser touristischen Infrastruktur, waren auch die Ortschaften viel lebhafter, als jene an der Westküste oder im Landesinneren, was mir gar nicht schlecht gefiel.

Trotz aller Bummelei, kam ich viel zu früh in Olbia an. Diesmal landete ich beim Zeit-Totschlagen zum Glück in einem Restaurant (Cafe Cosimino, Piazza Regina Margherita) mit gutem Essen, ganz nettem Service und mitten im Geschehen, nicht in einer Touristenfalle, wie in Marseille.

Allgemein habe ich mit den Leuten in Sardinien sehr gute Erfahrungen gemacht. In den Lokalen, Läden, Hotels etc. waren alle sehr freundlich.

Ottana-La Caletta

Nachdem ich bei der letzten Etappe wegen ihrer Kürze fast unterfordert war, sah mein Plan heute eine mörderische Anzahl Kilometer mit einer ebensolchen Anzahl Höhenmetern vor. Deshalb machte ich mich recht früh auf den Weg auf einer Strasse, die mich zunächst über einige Umwege nach Nuoro brachte. Wieder war ich bis auf wenige Ausnahmen der einzige Verkehrsteilnehmer. Nuoro gilt als sehenswertes Ziel auf Sardinien und dank seiner Flaniermeile mit historischen Gebäuden und seiner Lage in den Hügeln mit Sicht auf das Gebirge ist es tatsächlich ganz in Ordnung.

Auf einer schönen, menschenleeren Piazza verschlang ich eine üppige Focaccia bevor ich auf einer extrem steilen Strasse, zum Glück abwärts, die Stadt verliess. Ohne mich zu sehr zu beeilen, fuhr ich durch die hügelige Landschaft, bis ich schliesslich das thyrrenische Meer vor mir sah. Ich hatte Sardiniens Ostküste erreicht. Und sie gefiel mir.

An einem traumhaften Strand machte ich kurz Rast und traf wenig später im B&B Locanda del Mare in La Caletta ein.

Cabras-Ottana: Ins Landesinnere

Am Morgen nach der Ankunft in Cabras habe ich mich beim Frühstück entschieden, einen Tag Pause einzulegen. Das verschlafene Dorf schien dafür sehr gut geeignet, denn zumindest in der Nebensaison gibt es dort nicht viel zu tun. So verbummelte ich den Tag im Wohnzimmer meiner B&B-Wohnung (B&B Bonesu) und ging meiner Lieblingstätigkeit nach: Rumgeeken. Zwischendurch musste ich mich mit ein paar Sachen versorgen und fand sogar einen Conad-Supermarkt im Dorf.

Gegen Abend machte ich eine kleine Tour ins benachbarte Städtchen Oristano, dessen Innenstadt mit seinen paar Gassen ganz nett ist. Aufgefallen sind mir die vielen Teenies. Dabei dachte ich, Italien hätte ein Nachwuchsproblem. Also nicht Probleme mit dem Nachwuchs sondern zu wenig.

Am Tag nach der Pause freute ich mich, wieder aufzubrechen. Zuerst musste ich in einer Mall in Oristano meine verloren gegangenen Kopfhörer ersetzen. Die sind unbedingt notwendig, damit ich aufkommende Langeweile beim Fahren mit Hören von Podcasts bekämpfen kann. Danach ging es durch eine wenig spektakuläre Ebene ins Landesinnere.

Nach etwa 20 Kilometern war ich zum Glück wieder im Hügelland und Verkehr war auf der nach wie vor zweispurigen Strasse sozusagen nicht vorhanden. Die Strasse schlängelte sich zwischen 100 und 200m.ü.M durch eine fast unbesiedelte Landschaft und am Strassenrand waren immer wieder abgeerntete Korkeichen zu sehen. Nach einer Kurve lag ein Stausee vor mir, dem ich für längere Zeit folgte.

Bald schon war ich meinem Ziel Ottana ziemlich nah und fragte mich schon, was ich mit dem ganzen Rest des Tages anfangen sollte. So früh wie heute bin ich noch nie angekommen auf dieser Tour. Das heisst, dass ich mir heute endlich mal nicht zu viel vorgenommen habe. Naja, morgen dann wieder!

Alghero-Cabras: Auf und ab

Die Frühstückszwiebacks und Kaffees nahm ich im gemütlichen Garten des B&B ein. Der Gastgeber gab mir einige Tipps mit auf den Weg und ich radelte weiter Richtung Süden, die heutige Tour begann mit der Küstenstraße von Alghero nach Bosa. Wer mit dem Velo in Sardinien ist, sollte diese unbedingt fahren. Die Autofahrer besser nicht. Denn dann haben die Velofahrer, so wie ich, weiterhin ihre Ruhe. Es ging immer wieder bergauf und -ab, die Steigungen waren zwar teilweise ausgedehnt aber nie sehr steil.

In Bosa, einem Ort, der noch mehr als andere auf der Insel, ausser für den Tourismus gar nichts zu bieten hat, gabs Pasta. Danach folgte ein Aufstieg von 0 auf über 800m. Meine heutige Unterkunft befand sich in Cabras, also am Meer, und so durfte ich zur Belohnung für die Strapazen den Berg gleich wieder hinunter sausen.

Porto Torres-Alghero: Neuland

Nachdem ich in Porto Torres von der Fähre gerollt war und mich mit ein paar Brötchen eingedeckt hatte, verliess ich den Ort, der sehr gut geeignet schien, gleich nach der Ankunft wieder verlassen zu werden.

Die Umgebung liess auf den ersten paar Kilometern nicht viel gutes hoffen. Bald waren aber die Industrieanlagen, die irgendwas mit Öl zu tun hatten, vorbei, ebenso wie der Verkehr. Jedenfalls beinahe. Ich kann vorweg nehmen, dass Sardinien im April eine optimale Destination für Leute ist, welche die Strassen gerne für sich haben.

Es ging über sanfte Hügel durch spärlich besiedelte Landschaft, die mich manchmal an den Thurgau erinnerte und so grün war, wie ich mir Irland vorstelle. Ausserdem blühte fast alles und der süssliche Duft in der Luft kam meistens davon und fast nie von am Strassenrand verwesenden Kadavern.

Nach einem Abstecher zum sehr idyllischen Lago di Baratz, eigentlich mehr Weiher als See, versuchte ich mich mit mässigem Erfolg im Strand-Mountainbining. Ginge wohl besser ohne Gepäck. Der Strand war trotzdem schön und menschenleer. Dabei fühlte sich das Wasser gar nicht so kalt an, zumindest an der Hand.

In der für Sardische Verhältnisse wohl pulsierenden Metropole Alghero, bezog ich im sehr preisgünstigen und wundervollen B&B “Flowrery Inn Villa” ein Zimmer, das schon faste eine kleine Wohnung war.

Aix en Provence-Marseille

Die heutige Etappe sollte die kürzeste der bisherigen Reise werden: Nur ca. 35km bis Marseille standen auf dem Plan. Die erste Hälfte führte, abgesehen von der Ausfahrt aus der Stadt, über die Hügel durchs grüne. Spätestens, als ich das Meer zum ersten Mal auf dieser Tour vor die Linse kriegte, war dann die übliche Grossstadt-Hetze angesagt.

Da ich für meine Fähre nach Sardinien einiges zu früh dran war, schlug ich am alten Hafen von Marseille die Zeit tot. Unter anderem in der Touristenfalle “La Terrasse”, wo alles ewig dauerte (bis jemand kommt, bis das Bestellte gebracht wird, usw.). Als mir der Kellner mein Cola brachte, war er gerade am Telefonieren und nahm die Flasche zum Öffnen zwischen die Beine, da er ja nur eine Hand frei hatte. Ich konnte nur noch lachend den Kopf schütteln.

Ein neuerer Teil des Hafens, die “Docks”, an denen ich später vorbei fuhr, hätten sich wohl zum Verweilen besser geeignet. Die dortigen Lokale machten den Eindruck, als wären sie eher auf Einheimische, also wiederkehrende Gäste aus.

Avignon-Aix en Provence

Auch in Avignon hatte ich einen Tag Pause eingelegt. Den nutzte ich, um mit dem Audioguide durch den Päpste-Palast zu schlendern, was recht interessant war. Die beiden Nächte habe ich im “Pop Hostel” übernachtet. Seine Lage in einem historischen Gebäude mitten in der Altstadt ist kaum zu übertreffen.

Meine Route führte heute nach Osten, statt, wie seit Lyon, nach Süden und wand sich durch die schöne Landschaft der Provence. Einen Teil folgte die Route dem offiziellen “Luberon” Rad-Rundweg, den ich, von dem her was ich davon gesehen habe, sehr empfehlen kann.

Bei Mallemort überquerte ich den Fluss “Durance” (der bei Avignon in die Rhone mündet) auf einer Brücke. Gleich daneben stand noch die gesperrte alte, vor sich hin gammelnde Brücke (siehe Foto).

Aix en Provence ist grösser, als ich mir vorgestellt hatte. Ausserdem hat seine Altstadt eine extrem grosse Restaurant- und Bardichte. Die Lokale waren zu einem sehr grossen Teil mit jungen Leuten gefüllt. Liegt wohl daran, dass Aix en Provence eine Studentenstadt ist.

Montélimar-Avignon: Im Süden

Der Vortag steckte mir noch sehr in Knochen und Muskeln und so machte ich gleich nach der Abfahrt in der fast ausgestorbenen Innenstadt von Montélimar einen ausgiebigen Frühstückshalt. Ich war ja auch immerhin einen Kilometer bis dahin gefahren.

Nach dem dritten Kaffee und dem zweiten Croissant setzte ich meine Reise bei blauem Himmel und schönstem Sonnenschein entlang dem, wie gestern, einwandfreiem und sehr empfehlenswerten Radweg fort. Ebenso gab es auch heute einige hübsche Ortschaften zu sehen. Besonders in Viviers mit seiner auf einem Hügel gelegenen Kathedrale und Altstadt wäre ich gerne länger geblieben.

In Pont-Saint-Esprit war die Beschilderung der Via Rhona, ebenso, wie die GPS-Route zu Ende, die ich aus dem Internet heruntergeladen hatte. Zum Glück war auf meiner Karten-App nach wie vor ein Radweg eingezeichnet, wahrscheinlich ein Teil der Via Rhona der erst in Planung ist.

Nach einem kurzen Kaffee-Stopp in Caderousse mit seiner komplett intakten Stadtmauer und weiterem Kampf mit dem Wind, der heute von Süden, also von vorne kam, sah ich sie endlich vor mir: Die berühmte Brücke von Avignon. Viel imposanter war allerdings der Anblick auf den Päpste-Palast.

Lyon-Montélimar: Kilometerfressen mit Rückenwind II

Nach dem Tag Pause im sehenswerten Lyon war ich wieder motiviert, weiter die Rhone hinunterzufahren. Wegen des passenden Windes und der sich immer mehr durchsetzenden Sonne sogar übermotiviert. Die ersten ca. 20km fand ich keinen Wegweiser der Via Rhona, obwohl ich mich an den entsprechenden GPS-Track hielt. Es ging auf recht wenig befahrenen Strassen durch die Vororte von Lyon. Besonders ganz am Anfang gab es zu meiner Linken bis zum Ende der “Presqu’île”, der Halbinsel von Lyon, zwischen Rhone und Saone einige interessante moderne Architektur zu sehen. Der Wind schob mich angenehm vorwärts und so setzte ich mir als Tagesziel die Stadt Montélimar.

Sobald ich wieder auf die Beschilderung des Radwegs gestossen war, führte dieser durch schöne Landschaft und ab und zu lag eine hübsche Kleinstadt am Weg. Den ersten kurzen Halt machte ich im offensichtlich geschichtsträchtigen Vienne. Auch im meinem ursprünglich anvisierten Tagesziel Tournon sur Rhone stoppte ich kurz. In Valence war ich schon recht erschöpft und wollte nur noch ankommen, deshalb bin einfach durchgefahren.

Schliesslich konnte ich endlich für diesen Tag zum letzten Mal vom Sattel steigen und belohnte mich, nachdem ich mein muffiges Appartment bezogen hatte, mit einem leckeren mexikanischen Essen in Montélimar.