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Porto Torres-Alghero: Neuland

Nachdem ich in Porto Torres von der Fähre gerollt war und mich mit ein paar Brötchen eingedeckt hatte, verliess ich den Ort, der sehr gut geeignet schien, gleich nach der Ankunft wieder verlassen zu werden.

Die Umgebung liess auf den ersten paar Kilometern nicht viel gutes hoffen. Bald waren aber die Industrieanlagen, die irgendwas mit Öl zu tun hatten, vorbei, ebenso wie der Verkehr. Jedenfalls beinahe. Ich kann vorweg nehmen, dass Sardinien im April eine optimale Destination für Leute ist, welche die Strassen gerne für sich haben.

Es ging über sanfte Hügel durch spärlich besiedelte Landschaft, die mich manchmal an den Thurgau erinnerte und so grün war, wie ich mir Irland vorstelle. Ausserdem blühte fast alles und der süssliche Duft in der Luft kam meistens davon und fast nie von am Strassenrand verwesenden Kadavern.

Nach einem Abstecher zum sehr idyllischen Lago di Baratz, eigentlich mehr Weiher als See, versuchte ich mich mit mässigem Erfolg im Strand-Mountainbining. Ginge wohl besser ohne Gepäck. Der Strand war trotzdem schön und menschenleer. Dabei fühlte sich das Wasser gar nicht so kalt an, zumindest an der Hand.

In der für Sardische Verhältnisse wohl pulsierenden Metropole Alghero, bezog ich im sehr preisgünstigen und wundervollen B&B “Flowrery Inn Villa” ein Zimmer, das schon faste eine kleine Wohnung war.