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Cabras-Ottana: Ins Landesinnere

Am Morgen nach der Ankunft in Cabras habe ich mich beim Frühstück entschieden, einen Tag Pause einzulegen. Das verschlafene Dorf schien dafür sehr gut geeignet, denn zumindest in der Nebensaison gibt es dort nicht viel zu tun. So verbummelte ich den Tag im Wohnzimmer meiner B&B-Wohnung (B&B Bonesu) und ging meiner Lieblingstätigkeit nach: Rumgeeken. Zwischendurch musste ich mich mit ein paar Sachen versorgen und fand sogar einen Conad-Supermarkt im Dorf.

Gegen Abend machte ich eine kleine Tour ins benachbarte Städtchen Oristano, dessen Innenstadt mit seinen paar Gassen ganz nett ist. Aufgefallen sind mir die vielen Teenies. Dabei dachte ich, Italien hätte ein Nachwuchsproblem. Also nicht Probleme mit dem Nachwuchs sondern zu wenig.

Am Tag nach der Pause freute ich mich, wieder aufzubrechen. Zuerst musste ich in einer Mall in Oristano meine verloren gegangenen Kopfhörer ersetzen. Die sind unbedingt notwendig, damit ich aufkommende Langeweile beim Fahren mit Hören von Podcasts bekämpfen kann. Danach ging es durch eine wenig spektakuläre Ebene ins Landesinnere.

Nach etwa 20 Kilometern war ich zum Glück wieder im Hügelland und Verkehr war auf der nach wie vor zweispurigen Strasse sozusagen nicht vorhanden. Die Strasse schlängelte sich zwischen 100 und 200m.ü.M durch eine fast unbesiedelte Landschaft und am Strassenrand waren immer wieder abgeerntete Korkeichen zu sehen. Nach einer Kurve lag ein Stausee vor mir, dem ich für längere Zeit folgte.

Bald schon war ich meinem Ziel Ottana ziemlich nah und fragte mich schon, was ich mit dem ganzen Rest des Tages anfangen sollte. So früh wie heute bin ich noch nie angekommen auf dieser Tour. Das heisst, dass ich mir heute endlich mal nicht zu viel vorgenommen habe. Naja, morgen dann wieder!