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Montreux-Genf

Durch das Weinbaugebiet von Lavaux an den Hängen des Genfersees zu fahren, ist jeden steilen Höhenmeter wert. Nicht nur hat man dauernd eine tolle Aussicht auf die Reben, die schneebedeckten Berge und den See, es wechseln sich auch sehr hübsche Weindörfer ab. Dies war das unumstrittene Highlight der heutigen Etappe.

So schwer ist das allerdings nicht, denn trotz der Schlössli und einiger Rössli, die nach dem Lavaux ab und zu für Abwechslung sorgten, vermochte mich der Rest des Weges nicht zu begeistern. Vor allem das Stück von Lausanne bis Nyon zog sich ewig in die Länge und ich musste zur Motivation und Unterhaltung zum Podcast greifen. Der Weg führte durch Einfamilienhausquartiere, die Autobahn mal unter-, mal überquerend ein gutes Stück vom See entfernt immer wieder hinauf und hinunter.

Ab Nyon fand ich es nicht mehr ganz so schlimm, denn die Nähe zu Genf wurde langsam spürbar. Viele Velofahrer mögen Einfahrten in grössere Städte wegen des Verkehrs überhaupt nicht. Mir hingegen wurde hier bewusst, dass sie auch was gutes haben: Sie sind nicht langweilig. Man muss auf den Verkehr aufpassen und es passiert was.