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Genf-Belley

Am ersten Tag nach der regenbedingten Pause (die ich zu Hause in Zürich verbracht habe), fand ich zum Glück mein Velo so vor, wie ich es in der Genfer Velostation hinterlassen hatte. Bei angenehmem Sonnenschein fuhr ich zuerst direkt an der Rhone entlang durch die Stadt, die bei dem Wetter einen freundlichen Eindruck machte. Immer dem Veloweg folgend war ich bald in der Nähe der französischen Grenze und versuchte bei einem Mix aus Dorfladen und Café, mein letztes Schweizer Kleningeld loszuwerden um Gewicht zu optimieren.

Von der eigentlichen Staatsgrenze inmitten einem schönen Wald habe ich, abgesehen von einer Tafel, nichts bemerkt. Wenige Kilometer nachdem ich die Grenze passiert hatte, sah die Landschaft sehr juramässig aus. Zum Glück musste ich keinen der steilen Hügel erklimmen. Als es gerade trotzdem etwas bergauf ging traf ich auf eine junge Dame, die mit ihrem Auto neben der Strasse im Sumpf steckengeblieben war. Ein anderer Typ war schon am helfen und so gesellte ich mich dazu, und drückte auch ein wenig an der hinteren Stossstange herum. Schliesslich konnten wir das Auto auf die Strasse zurück bugsieren und ich konnte wieder meines Weges fahren.

Das Wetter war die ganze Zeit recht gut und als die Sonne gerade wieder richtig schön wärmte, setzte ich mich beim hübschen Dörfchen Chanaz an einen Kanal und döste. Dies sind die Momente, die ich an Fahrradferien am liebsten mag. Irgendwo draussen im Grünen an der Sonne ausruhen. Von Chanaz war es nicht mehr weit zu meinem Tagesziel Belley. Dort fand ich mit dem “St. Anthelme” eine sehr günstige Unterkunft (27 EUR für ein Einzelzimmer mit Lavabo). Dafür, dass mein Nachbar die ganze Nacht den Fernseher an hatte und öfter mal die Geräusche eines Pornos (nein, richtigen Damenbesuch hatter er nicht) zu mir rüber drangen, können ja die vom St. Anthelme nichts. Also empfehle ich es trotzdem. Auch der Weg hat mir heute sehr gut gefallen, viel besser, als z.B. dem Genfersee entlang (abgesehen vom Lavaux).