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Chur-Sedrun: Start der Frühlingstour 2016

Auch wenn mir bei der Abfahrt in Chur der Föhn ins Gesicht blies, war ich überglücklich, endlich wieder unterwegs zu sein. Ausserdem hatte der Gegenwind aus Süden auch was gutes: Er war angenehm warm.

Heute wollte ich dem Schweizer Veloweg Nr. 2, der “Rhein Route”, die hier gleichzeitig der Route Eurovelo 15 entspricht, folgen. Die ersten Paar Kilometer verlief der Weg ziemlich parallel zur Autobahn. Beim schönen Dörfchen Tamins und dem gleich darauf folgenden, ebenfalls hübschen Reichenau, kehrte dann Ruhe ein und das Thema der heutigen Tour kündigte sich an: Auf kleinen Wegen bergauf.

Ausserhalb von Bonaduz, nach gleichmässiger Bergauffahrt durch einen Wald machte ich bei einem Aussichtspunkt mit grossartiger Aussicht auf die Rheinschlucht kurz halt und verpflegte mich. Weiter ging’s spektakulär, aber nicht mehr lange, oberhalb der Rheinschlucht.

Bis Ilanz verlief die Veloroute zum Glück ausschliesslich auf asphaltierten Strassen. Danach änderte sich das komplett, zu meinem Missfallen. Auf richtigen Strassen kommt man einfach schneller vorwärts. Ab und zu kam auch noch etwas Schnee dazu, manchmal auch so viel, dass ich schieben musste. Das waren dann auch die Momente, in denen ich beschloss, auf keinen Fall mein Fahrrad über den Schnee den (gesperrten) Oberalppass hinaufzuschieben. Viel zu anstrengend.

Trotz einer kurzen Stärkung beim Volg in Danis, verliessen mich einige Kilometer vor Disentis beinahe meine Kräfte. Zum Glück hatte es in Disentis wieder einen Volg. Ausserdem einen, der noch mehr Brötchen in den Regalen hatte als der vorherige. So fasste ich den Entschluss, bis Sedrun weiterzufahren, es waren ja nur noch 200-300 Höhenmeter auf der angenehmen Passstrasse.