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Ravenna-Ferrara

Auf Ferrara hatte ich mich schon seit dem Anfang meiner Italientour gefreut, durfte ich endlich dorthin radeln. Zuerst musste ich aber knapp 90km durch teilweise dichten Nebel bei 10° auf der Poebene hinter mich bringen. Was die Aussicht anbelangt war der Nebel nicht schlimm. Ob man 50 oder 1000 Meter weit sieht spielt in der Poebene keine grosse Rolle, sieht sowieso alles fast gleich aus.

In Argenta machte ich in einer Bäckerei mit Café einen Verpflegungshalt. Dort habe ich neben einem Stück mittelmässiger Pizza das mastigste und zugleich eines der geilsten Tortenstücke meines Lebens gegessen: Pure braune und weisse Schoko-Buttercreme. Ich dachte zuerst, es sei nur oben Schokoglasur, aber nein, das Zeug ging von oben bis unten und von vorne bis hinten. Auf diese Weise energiegeladen trat ich nach dem Halt die restlichen 40km durch den Nebel an.

Irgendwann wurde mir so langweilig, dass ich entgegen meinen Vorsätzen, einen Podcast mit Kopfhörern hörte. Sehr schlau, bei Nebel nichts zu hören. Naja, offensichtlich ist nichts passiert.

Glücklicherweise kam ich früh genug in Ferrara an, so dass ich nach der warmen Dusche die wichtigsten Sights noch bei Tageslicht anschauen konnte. Es stellte sich heraus, dass ich mich nicht umsonst auf Ferrara gefreut hatte. Eine extrem schöne und spezielle Altstadt. Sehr viele Bauten haben Sichtsteinwerk/Klinker, z.B. die Kathdrale, das Stadthaus, das von Wasser umgebene Schloss. Als es dann doch dunkel geworden war, ging ich ins Museum des Romei-Hauses. Einmal ein anderes altes Gebäude, als eine Kirche von innen zu sehen, war recht interessant. Die Holzdecken der Räume sind z.B. sehr schön.

Die heutige Strecke verlief meist auf wenig befahrenen Strassen. Nur ab und zu waren ein paar km auf den grösseren Staatsstrassen nötig. Ausserdem kam mind. alle 5km eine Ortschaft und dort hatte es meist auf einer Seite einen Velo- und Fussgängerweg.