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Arezzo-Bagno di Romagna

Zuerst Piazza Grande und Kathedrale nochmals bei Tageslicht angeschaut. Dann, bei zähem Hochnebel los. Zuerst recht flach, ziemlich viel befahrene Strasse die ersten 8km. Auch viele Lastwagen und kein Seitenstreifen.

Dann Abgang von der grösseren Strasse auf eine mehr oder weniger parallel verlaufende kleinere mit fast gar keinem Verkehr. Sehr schön, trotz Hochnebel. Unterwegs noch Wasser und Tabletten gegen Knieschmerzen gekauft, hoffentlich helfen die. Nach 16km wieder für 6 weitere km leider auf der grossen Strasse bis nach Bibbiena, einer auf einem Hügel gelegenen Kleinstadt. Dort Fertigpiadina und Fertigsuppe gegessen (na super, naja die Piadina war ganz ok).

Danach auf wenig befahrener Strasse, die nun stetig und gleichmässig anstieg bis zum Mandrioli-Pass von 300 auf 1170m.ü.M. hinauf. War sehr angenehm und schön. Strasse ging meist durch Wälder, die aber fast kein Laub mehr hatten. Deshalb konnte ich die Sonne, die in der Zwischenzeit herausgekommen war (Jupi!) während der Fahrt geniessen und ausserdem mein Tenue erleichtern. Mütze, Halstuch und zweiter Pulli kamen weg. Oben auf dem Pass hat einer von zwei Wanderern von mir und der Tafel ein Foto gemacht. Die fanden, Neapel sei ja mächtig weit für eine Velotour. Naja, geht so.

Wenig später kam schon die Ortstafel von Bagno di Romagna. Dort war auch angegeben, dass dieser Ort eine Schwesterstadt von Rapperswil ist. Das hat mich gefreut. Wieso weiss ich auch nicht. Wahrscheinlich Heimweh. Danach Abfahrt durch die Wälder mit teilweise spektakulärer Aussicht in die Täler und auf die anderen Berge. An einer Stelle haben sie für die Strasse den mürben Fels dutzende Meter hoch und breit weggefräst. Gleich nach der Ankunft beim vorher gebuchten Hotel das Velo geputzt, war ja schon früh da. Seit dem Abfahrtstag von Neapel mit den vielen Pfützen auf den Feldwegen, sah es ziemlich schmutzig aus und tat mir leid.

Danach ins Thermalbad, der Ort heisst nicht umsonst Bagno di Romagna. War ganz nett, Innen- und Aussenbecken, Wasser ca. 37°, nicht zu viele Leute und ein paar Düsen, die mir die Hüfte (in der Hoffnung, das nützte was gegen die Knieschmerzen) und den Nacken massierten.